Stand der Richtwerte:
Viele gehen davon aus, dass eine Solaranlage mit Batterie bei einem Stromausfall einfach weiterläuft. Das stimmt nicht: Fällt das Netz aus, trennt sich der Wechselrichter aus Sicherheitsgründen ab, damit kein Strom in die ausgefallene Leitung fließt. Ohne eigene Notstrom- oder Ersatzstromfunktion bleibt das Haus dann dunkel – auch mittags bei voller Sonne und mit geladener Batterie.
Zwei Lösungen sind üblich. Eine Notstromsteckdose am Speicher versorgt im Ausfall nur einige wenige Geräte, etwa Kühlschrank oder Router. Bei der Ersatzstromversorgung trennt eine Umschalteinrichtung das Haus vom Netz und speist das Hausnetz weiter – mit begrenzter Leistung: Herd, Backofen oder Durchlauferhitzer lassen sich oft nicht nutzen, das Laden eines Elektroautos sollte gestoppt oder gedrosselt werden. Dafür sind meist zusätzliche Komponenten nötig, je nach Hersteller etwa ein eigener Umschaltkasten, und das System muss ohne Netz arbeiten können, also inselfähig sein.
Als Grundlage für das Paket setzen wir wie beim Speicher ohne Notstrom ca. 16.000 bis 22.000 € für rund 10 kWp und etwa 10 kWh an, Montage eingerechnet und ohne Mehrwertsteuer (Stand: Oktober 2026). Was die Notstrom- oder Ersatzstromfunktion zusätzlich kostet, hängt vom Gerät und vom Umbau im Zählerschrank ab – lassen Sie sich den Aufpreis im Angebot getrennt ausweisen. Zum üblichen Funktionsumfang gehört sie nach Angaben der Verbraucherzentrale nur bei einigen Heimspeichern, und eine Umschaltung ganz ohne Unterbrechung (USV) kostet noch mehr. Fragen Sie deshalb ausdrücklich nach.
Wie lange der Strom im Ausfall reicht, lässt sich nicht pauschal sagen: Es hängt vom Ladestand ab, von der Kapazitätsreserve, die viele notstromfähige Systeme im Normalbetrieb freihalten, und davon, was im Haus läuft. Im Winter ist die Batterie oft nur teilweise geladen, weil die Anlage dann wenig Überschuss liefert. Liefert die Solaranlage nicht genug und ist der Speicher leer, fällt der Strom aus. Zur Einordnung: 2024 war die Versorgung je Kunde im Schnitt 11,7 Minuten ungeplant unterbrochen (Bundesnetzagentur, ohne Ereignisse höherer Gewalt).
Ansonsten gilt, was für jede Anlage mit Speicher gilt. Spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme müssen Anlage und Batteriespeicher im Marktstammdatenregister stehen, jeweils als eigene Einheit. Eintragen muss sie der Betreiber, also Sie; viele überlassen das dem Installationsbetrieb. Liegt die Anlage über 7 kWp, ist ein intelligentes Messsystem vorgeschrieben; der Messstellenbetreiber baut es ein. Bis 15 kWp sind dafür jährlich höchstens 50 Euro brutto fällig, und für die Steuerungseinrichtung kommen nochmals höchstens 50 Euro hinzu (Stand: Oktober 2026). Die Notstromfunktion ändert an Einspeisung und Vergütung im Normalbetrieb nichts.

Ausgangswert für ganz Deutschland, Montage eingerechnet, 0 % MwSt. (Stand: Oktober 2026). Auf den Ortsseiten wird er an Bundesland und Bebauung angepasst.
| Paket | bundesweiter Ausgangswert |
|---|---|
| Solaranlage mit Speicher | 16.000–22.000 € |
| Speicher mit Notstromfunktion | 16.000–22.000 € |
| Solarstrom fürs E-Auto | 16.000–28.000 € |
| Speicher und Wärmepumpe | 16.000–28.000 € |

Tagesbilanz einer 10-kWp-Anlage im Median aller Orte, für einen mittleren Juni- und Dezembertag. Was das für dieses Paket bedeutet, steht im Hinweis darunter.
Beispielhaushalt mit vier Personen: 3.800 kWh im Jahr laut Stromspiegel, also rund 10,4 kWh am Tag.
Eine Zelle steht für 5 Prozent. Gezählt sind Dachanlagen bis 30 kWp mit Speicher am selben Standort; Marktstammdatenregister, Stand 01.10.2026.
Rechnen Sie mit Ihrem Haushalt
Rechnerisch, kein Angebot. Annahmen: Faustregel von Verbraucherzentrale und HTW Berlin (höchstens etwa 1,5 kWh pro 1.000 kWh Jahresverbrauch), ohne Speicher rund 30 %, mit passendem Speicher bis zu rund 70 % des Verbrauchs aus eigenem Solarstrom, Speicherverluste rund 20 %, Speicherpreis ca. 350 bis 700 Euro pro kWh Speicherkapazität inklusive Installation (Stand: Oktober 2026). Größere Speicher liegen eher am unteren Ende der Spanne.
Angebote für diese Speichergröße anfragenIm Stromausfall zählt der Ladestand: Im Juni ist der Speicher abends meist gut gefüllt, an einem Dezembertag bleibt rechnerisch kaum Überschuss. Planen Sie die Notstromversorgung deshalb für das Wichtigste.
So rechnen wir: Monatsertrag einer 10-kWp-Anlage aus der Globalstrahlung der 1-km-Rasterzelle (Deutscher Wetterdienst, Mittel 1991–2020, Südausrichtung, 13 % Systemverluste), geteilt durch 30. Der Speicher lädt höchstens seine Kapazität und mindestens den Überschuss über den ganzen Tagesverbrauch. Ein Profil über die Stunden nehmen wir bewusst nicht an – ein rechnerischer Richtwert, keine Prognose. Quellen: DWD, Globalstrahlung 1991–2020; Verbrauch: Stromspiegel; Tageswerte: eigene Berechnung
Jahresverbrauch von der Stromrechnung, Dachform, Wunsch nach Speicher: Mehr braucht es zunächst nicht. Eine grobe Schätzung genügt.
Wir schicken Ihnen eine Nachricht mit einem Link. Erst wenn Sie ihn anklicken, erfahren bis zu drei Fachbetriebe aus der Region von Ihrem Vorhaben.
Die Betriebe sehen sich das Haus an und schicken Angebote für Anlage und Speicher. Vergleichen Sie Kapazität, Leistung und den Preis je kWh Speicher – ohne Eile.
Nicht automatisch. Ohne Notstrom- oder Ersatzstromfunktion schaltet der Wechselrichter ab, sobald das Netz ausfällt – auch bei Sonne und voller Batterie. Erst eine solche Funktion versorgt Steckdosen oder das Hausnetz weiter.
Notstrom versorgt meist eine oder wenige eigene Steckdosen, Ersatzstrom das Hausnetz oder ausgewählte Stromkreise über eine Umschalteinrichtung. Ersatzstrom ist bequemer, braucht aber in der Regel mehr Umbau im Zählerschrank.
Einen allgemeinen Aufpreis nennen wir nicht, weil er stark von Gerät und Hausinstallation abhängt. Als Grundlage für das ganze Paket gilt unser Richtwert von ca. 16.000 bis 22.000 Euro (Stand: Oktober 2026); den Aufpreis lassen Sie sich im Angebot getrennt ausweisen.
Eine feste Zahl gibt es dafür nicht. Es kommt auf den Ladestand, die Reserve, die das System freihält, und auf die Geräte an, die laufen. Im Winter ist der Speicher oft nur teilweise geladen; ist er leer und liefert die Anlage nicht genug, fällt der Strom aus.
Viele Alltagsgeräte, aber nicht alle: Die Leistung ist begrenzt, Herd, Backofen oder Durchlauferhitzer lassen sich oft nicht nutzen, und ein Elektroauto sollte dann nicht oder nur gedrosselt laden. Eine Notstromsteckdose versorgt nur einige wenige Geräte.
Selten: 2024 war die Stromversorgung je Kunde im Schnitt 11,7 Minuten ungeplant unterbrochen (Bundesnetzagentur, ohne Ereignisse höherer Gewalt). Neuere Zahlen lagen im Oktober 2026 noch nicht vor.
Oft ist zumindest ein Umbau nötig, weil die Umschalteinrichtung dort Platz finden muss. Ob das Ihr Haus betrifft, sieht der Fachbetrieb bei der Besichtigung. Ein Umbau kann mehrere tausend Euro kosten und gehört deshalb ins Angebot.
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Paketpreise für mein Haus anfragenNotstrom oder Ersatzstrom · 10 kWp + 10 kWh · Richtwert
Anlage mit Batteriespeicher, die bei einem Stromausfall eine Notstromsteckdose oder das Hausnetz weiter versorgt.